Pädagogische Aufforstung mit der Grundschule Oppach

Im Rahmen unserer Frühjahrsaktionen waren wir mit einer zweiten Schulklasse unterwegs: der 4. Klasse der Grundschule Oppach. Da die Kinder direkt aus dem Ort kommen, konnten sie die Pflanzfläche zu Fuß erreichen. Das ist besonders schön, da sie nun in ihrer Freizeit regelmäßig vorbeischauen können, um ihren Wald beim Wachsen zu beobachten.

Pünktlich zum Start der Aktion kam die Sonne heraus, nachdem es am Vortag noch kräftig geregnet hatte - die Freude bei den 22 Schulkindern war riesig. Gemeinsam ging es auf die 1,9 Hektar große Fläche, auf der nun ein klimaresilienter Mischwald entsteht. Hier wachsen ab sofort Traubeneiche, Hainbuche, Bergahorn, Bergulme, Lärche, Vogelkirsche und weitere Sträucher. Details dazu findet ihr auch in unserem Flächensteckbrief.

Auf dieser ehemalig landwirtschaftlich genutzten Flächen entsteht mit Hilfe der Schüler und Schülerinnen nun ein Mischwald.

Zum Steckbrief der Fläche
Vogelperspektive: Kinder und Förster beschäftig mit Pflanzen auf der neuen Waldfläche
Kinder werfen Samenbällchen

Auf dieser ehemalig landwirtschaftlich genutzten Flächen entsteht mit Hilfe der Schüler und Schülerinnen nun ein Mischwald.

Lernen durch eigenes Handeln

Der Tag im Wald war geprägt von praktischer Erfahrung. Statt Klassenzimmer standen Erde, Pflanzen und Natur im Mittelpunkt. An verschiedenen Lernstationen haben wir gemeinsam erkundet.

  • Der Wald als Klimaschützer: Wie viel CO2 speichert eigentlich ein Baum? Die Kinder lernten, dass eine 80-jährige Lärche stolze 33 kg CO2 pro Jahr bindet.
  • Wasserkreislauf und Boden: Wir haben entdeckt, dass Moos wie ein riesiger Schwamm wirkt, der Wasser speichert und uns so vor Überschwemmungen schützt.
  • Stabilität durch Vielfalt: Im Spiel ‘Mischwald-Stabil’ erfuhren die Schüler, warum ein Wald aus vielen verschiedenen Baumarten viel besser gegen Stürme und Schädlinge gewappnet ist als eine Monokultur.
  • Die kleinen Helfer: Wir lernten Bewohner wie den Springschwanz kennen, der mit seinem Schwanz springen kann und eine wichtige Rolle im Boden spielt.
Die Pädagogin mit vielen Kindern, die auf einer großen Decke am Pflanzplatz sitzen

Alle Kinder hören gebannt zu, wie die Pädagogin Janine etwas über die Rolle von Biodiversität erzählt.

Ein lebendiger Lernraum im Wald

Nachdem die Kinder verstanden hatten, warum dieser neue Mischwald so wichtig ist, ging es an die praktische Arbeit. Neben dem Pflanzen der Bäume haben die Kinder auch Insektenhäuser angebracht sowie Bienenweiden gesät, um die Rolle von Bestäubern im Ökosystem kennenzulernen. Weiterhin wurden Fledermauskästen, Vogelhäuser und Sitzkrücken für Greifvögel aufgebaut, die als natürliche Schädlingsbekämpfer - etwa gegen Mäuse oder Borkenkäfer - fungieren.

Friedrich trägt einen Pflanzspaten und spricht mit einer Schülerin, die einen Setzling zeigt.

Bevor sich die Schüler:innen selber ans Bäume pflanzen machen, gibt es eine Einführung durch den Förster Friedrich von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Sachsen.

Für einen besonderen Moment und einen kleinen Spannungsbogen sorgte das Fledermaushaus: Beim Aufstellen fiel es vom Mast, sodass unser Förster Friedrich von der SDW und Carla von ForTomorrow kurzerhand eine Räuberleiter machen mussten, um es wieder sicher aufzuhängen.

Als die Pflanzaktion sich dem Ende neigte, haben sich einige Kinder nur schwer von der Fläche trennen können. Damit das Wissen auch zu Hause vertieft werden kann, erhielt jedes Kind zum Abschluss unser selbst geschriebenes Infobuch Unser Wald - Ein Klimaheld. Darin können sie weitere Wissenshappen entdecken und sogar gepresste Baumblätter sammeln.

Zweik Kinder pflanzen. Das Kind links drückt den Pflanzspaten in die Erde.

Mit voller Kraft bringen diese zwei Schülerinnen einen Baum nach den nächsten in den Boden.

Ermöglicht durch die Deutsche Postcode Lotterie

Die pädagogische Aufforstung mit der Grundschule Oppach wurde durch die Deutsche Postcode Lotterie unterstützt. Die Soziallotterie fördert bundesweit Projekte aus den Bereichen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz und ermöglicht damit konkrete Wirkung vor Ort.

Durch diese Unterstützung konnte ein Tag entstehen, der zeigt, wie Klimaschutz und Bildung Hand in Hand gehen können.

Wir danken allen, die dazu beigetragen haben, dass dieser Tag ein so tolles Erlebnis für alle Beteiligten war!

Carla übergibt einer Schülerin eine Urkunde.

Am Ende haben natürlich alle Kinder eine Pflanzenkunde bekommen …

Ein Schüler hält seine Pflanzurkunde und ein kleines Bienenhaus stolz in die Kamera. Im Hintergrund ist die aufgeforstete Fläche zu sehen.

… und auch ein Bienenhaus für die Biodiversität zu Hause.


Bildung macht Mut für die Zukunft

Klimaschutz beginnt in unseren Köpfen. Dabei geht es um viel mehr als nur Faktenvermittlung: Wir wollen echte Teilhabe ermöglichen und den Mut geben, selbst anzupacken.

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