Neuer Mischwald und Lernort Natur in Oppach
In Oppach schlug der Klimaschutz Wurzeln: Auf einer ehemaligen Ackerfläche im Landkreis Görlitz ließen wir gemeinsam mit zwei Schulklassen und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW Sachsen) im Frühjahr 2026 einen neuen, klimafesten Mischwald entstehen. Das Besondere dabei war der praktische Ansatz: Regionale Schulklassen verwandelten die Fläche in ein grünes Klassenzimmer, pflanzten selbst Bäume und erlebten so hautnah, wie aus einem Feld ein lebendiger Lebensraum für die Zukunft wird.
Über die Oppach-Aufforstung
Die Fläche liegt in der Oberlausitz und ist geprägt von landwirtschaftlich genutzten Böden. Diese bieten grundsätzlich gute Voraussetzungen für die Entwicklung eines neuen Mischwaldes. Mit der Aufforstung entsteht auf der ehemaligen Ackerfläche ein strukturreicher Wald aus standortgerechten Baumarten.
Unterschiedliche Wuchsformen, Kronenstrukturen und Blühzeiten sorgen dafür, dass sich über die Jahre ein widerstandsfähiges und artenreiches Waldökosystem entwickeln kann. Die Vielfalt der Arten schafft langfristig stabile Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und wertet die Landschaft ökologisch auf. Der neue Wald verbessert unter anderem den Wasserhaushalt des Bodens, schützt vor Erosion und schafft neue Lebensräume.
Die Pflanzung erfolgt vollständig händisch und in enger Zusammenarbeit mit der SDW Sachsen.
Aufgrund der starken Vergrasung vor Ort haben wir uns für den Einsatz größerer, widerstandsfähigerer Setzlinge entschieden. Diese wurden weiter auseinander gepflanzt als auf unseren anderen Flächen. Wo wir sonst 7 600 Bäume gebraucht hätten, wurden 6 000 gepflanzt. Die prognostizierte CO2-Bindung bleibt gleich. Die kräftigeren Pflanzen haben eine höhere Überlebenschance und gleichen so den Mengenunterschied aus.
Die pädagogische Aufforstung
Im April 2026 wurde die Fläche in Oppach zum Lernort. Gemeinsam mit zwei Grundschulen aus der Region fanden hier zwei pädagogische Aufforstungsaktionen statt, bei denen Schülerinnen und Schüler selbst Bäume pflanzten und so aktiv an der Entstehung des neuen Waldes beteiligt waren. Am 15. April pflanzten eine 4. Klasse der Grundschule Beiersdorf, am 21. April Schüler:innen der Grundschule Oppach auf der Fläche. Dabei wurde Klimaschutz ganz praktisch erlebbar. Die Kinder lernten direkt vor Ort, welche Rolle Wälder für Klima, Wasserhaushalt und Biodiversität spielen und wie Aufforstung Teil der Lösung in der Klimakrise sein kann.
Begleitet wurden die Aktionen von der SDW Sachsen, die sich bundesweit für Waldschutz, Umweltbildung und nachhaltige Forstprojekte engagiert.
Die Pflanzaktionen zeigen, wie wirkungsvoll Umweltbildung sein kann, wenn junge Menschen Natur nicht nur im Unterricht kennenlernen, sondern selbst aktiv mitgestalten.
Unsere Ziele für diese Fläche
- Umweltbildung durch pädagogische Pflanzaktionen mit Schulklassen
- Stärkung von Klima-, Boden- und Wasserhaushalt
- Förderung der Biodiversität
- Ökologische und landschaftliche Aufwertung der Region
- Messbarer Beitrag zum Klimaschutz durch langfristige CO2-Bindung
Einführung zum Pflanzen
Waldpädagoginnen der SDW haben die beide Klassen vieles zum Pflanzen und Umweltschutz beigebracht.