Warum Atomkraft keine Lösung für Deutschlands Energiezukunft ist
Es ist erstaunlich, wie oft das Thema Atomkraft wieder auf den Tisch kommt. Für mich ist klar: Atomkraft ist keine Lösung für unsere Energiezukunft. Drei gute Gründe, warum wir nicht darauf setzen sollten – und warum erneuerbare Energien die bessere Wahl sind.
1. Hohe Kosten und gesellschaftliche Belastung durch Atomkraftwerke
AKWs sind so teuer, dass sie nur realisiert werden können, wenn die Kosten auf die Gesellschaft umgelegt werden. Zum Beispiel wird ein großer Teil des Budgets des Umweltministeriums für radioaktive Abfälle ausgegeben.
2. Atomkraftwerke sind unflexibel für das deutsche Stromnetz
AKWs, auch Miniatomkraftwerke, lösen das eigentliche Problem nicht. Sie sind wie eine Elefantenherde – einmal losgelaufen, schwer zu stoppen. Im Stromnetz brauchen wir Kapazitäten, die sich in der Dunkelflaute schnell an- und wieder ausschalten lassen. Andernfalls stehen Windräder trotz Wind still. In Deutschland wurden 2024 so viel erneuerbarer Strom abgeregelt, wie ein großes Atomkraftwerk produziert.
3. Uranabhängigkeit und begrenzte Ressourcen
Das Uran zum Betreiben der AKWs kommt zum großen Teil aus Russland und die Uran-Vorräte auf der Erde sind endlich.
Erneuerbare Energien: Bewährt, flexibel und wirtschaftlich
Warum setzen wir nicht auf das, was sich bereits bewährt hat: Erneuerbare Energien, Speicherlösungen und Netzausbau? Eine große Metastudie zeigt, dass eine 100-prozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien weltweit zu geringen Kosten realisierbar ist.
Abgesehen von sozialen und ökologischen Gründen sind 100 % Erneuerbare Energien auch ökonomisch die sinnvollste Lösung!
Quellen
Budget BMUKN: Bundes-Mittel für den Umwelt- und Klimaschutz – 2026
Abregelung von Grünstrom: Grünstrom im Überfluss: Warum Erneuerbare abgeregelt werden
Metastudie 100 % Erneuerbare: On the History and Future of 100% Renewable Energy Systems Research