Mein Grundsatz f√ľr einen bewussteren Einkauf

Mein Name ist Felix und ich bin 18 Jahre alt. Mit 17 Jahren habe ich mir ein Grundsatz aufgestellt, welcher mich vor klimaschädlichen Gewohnheiten bewahren sollte. Ein Jahr später ziehe ich ein Fazit.

Mit dem Freitag beginnt mein oft langersehntes Wochenende. Doch erst gehe ich vormittags in die Schule. Am Abend treffe ich mich dann mit meinen Freunden, wo auf dem Gartentisch schon die S√ľ√üigkeiten liegen.

Plastik, Palmöl, Zucker, Schokolade von sonst woher.

Und als das ist ungesund und klimasch√§dlich. Doch das zweite war mir bis dato weniger bewusst. Dann aber mit 17 Jahren, als auch die Gesellschaft beim Thema Klimaschutz sensibler wurde, habe ich mich gefragt: trage ich als Konsument eine gesellschaftliche Verantwortung f√ľr meinen Konsum von klimasch√§dlichen Produkten, oder geht das ganze nur mich selbst was an?

Schnell komme ich dann zur Selbstrechtfertigung: Woher soll ich wissen, ob das jetzt klimasch√§dlich ist? Dann sollen die Unternehmen sich √§ndern ‚Äď ich alleine ver√§ndere doch nichts. Nach einem St√ľck Schokolade wurde mir aber klar: Ja, ich als Konsument bin mehr als nur ein Genie√üer! Der Kauf eines Produktes ist eine bewusste Entscheidung. Die Antwort ist einfacher als gedacht: ungesund leben, meine Sache. Klimasch√§dlich leben, nicht.

Mir wurde klar, dass solche Kaufentscheidungen nicht mehr als eine Gewohnheit sind. Gewohnheiten sind per se nicht schlimm. Im Gegenteil, sie vereinfachen unser Leben. Der Gang morgens ins Bad ist zum Beispiel eine Gewohnheit. W√§re dies keine, m√ľsste unser Gehirn jeden Morgen sehr viel Energie daf√ľr aufbringen. Doch gerade bei den schnellen zwischendurch Eink√§ufen im Supermarkt, kann eine Gewohnheit sehr schnell die Umwelt belasten.

Felix schaut sich im Supermarkt eine Saftflasche an

Und was jetzt?

Ich möchte mich aus dieser Gewohnheit lösen und mir das Konsumierte bewusst machen. Eine schwierige Challenge!

Doch nach einem zweiten St√ľck Schokolade, habe ich mir einen Grundsatz ausgedacht, den ich anwende, bevor ich mich bewusst f√ľr ein Produkt entscheide. Dabei helfen mir, die in der Schule gelernten, W-Fragen:

  1. Wie entstand mein Begehren nach dem Produkt? Aus Gewohnheit oder Bedacht?
  2. Warum brauche ich das Produkt?
  3. Welche Alternativen gibt es zu dem ausgewählten Produkt?

Zudem helfen mir Handy-Apps wie CodeCheck, welche durch das Scannen des Barcodes, mir auflisten, was sich hinter dem Chemiedschungel der Zutatenliste verbirgt. Oder Siegel wie Fairtrade, die uns den Einkauf erleichtern. Doch auch hier sollte man schauen, um welches Siegel es sich handelt.

Aber wenn es so einfach ist und man anscheinend mit einem simplen Grundsatz etwas Gutes f√ľr das Klima machen kann, warum gelingt es mir nicht immer?

Fazit

Genau, mir gelingt es nicht immer. Jetzt k√∂nnte man behaupten, ‚Äúnobody is perfect‚ÄĚ und die Sache ist gegessen. Doch so einfach d√ľrfen wir uns es nicht machen, dabei steht zu viel auf dem Spiel.

Dennoch hat mir die Regel oft geholfen, den verlockenden Hindernissen im Supermarkt zu widerstehen und bewusster einzukaufen. Denn heutzutage gibt es genug klimafreundlichere Optionen, die genauso lecker sind!