Neuer Mischwald in den Hüttener Bergen
In der Gemeinde Hütten im Kreis Rendsburg-Eckernförde entsteht auf einer ehemaligen Ackerfläche neuer Wald. Auf rund 1,31 Hektar konnten wir hier im Herbst 2025 einen neuen, klimaresilienten Mischwald pflanzen. Das Projekt haben wir gemeinsam mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten umgesetzt.
Die Fläche wurde zuvor intensiv landwirtschaftlich genutzt. Durch die Aufforstung entsteht hier erstmals Wald – ein wichtiger Schritt, um die Waldfläche in Schleswig-Holstein zu vergrößern und neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen.
Die Aufforstung erweitert einen bereits bestehenden, naturnahen Waldkomplex in den Hüttener Bergen. Das Gelände ist von der Hüttener Au durchzogen und weist unterschiedliche Höhenlagen auf. Der neue Wald wird auf den höher gelegenen Bereichen gepflanzt, während die tiefer liegenden Bereiche Raum für die natürliche Entwicklung des Gewässers und der umliegenden Vegetation lassen.
Zusätzliche heimische Straucharten entlang der Waldränder schaffen strukturreiche Übergänge zwischen Wald und Offenland. Dadurch entstehen wertvolle Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten.
Standort und Boden
Der Standort ist geprägt von wechselfeuchten bis staufrischen Geschiebemergelböden, die sehr gut mit Nährstoffen versorgt sind. Diese Bedingungen bieten eine gute Grundlage für die Entwicklung eines stabilen Mischwaldes. Durch die vielfältige Topografie mit kleinen Höhenunterschieden entstehen unterschiedliche Mikrostandorte, die eine hohe strukturelle Vielfalt im zukünftigen Wald begünstigen.
Diese Baumarten wachsen hier
Auf der Fläche wurde ein Mischwald aus standortgerechten, überwiegend heimischen Baumarten gepflanzt. Insgesamt wurden rund 4 000 Bäume gesetzt. Die Hauptbaumarten auf der Fläche sind die Wildkirsche, Bergahorn, Stieleiche sowie die Hainbuche. Ergänzend wurden heimische Sträucher gepflanzt, die einen artenreichen Waldrand bilden.
Auf der Fläche wurde ein Mischwald aus standortgerechten, überwiegend heimischen Baumarten gepflanzt. Insgesamt wurden rund 4 000 Bäume gesetzt. Die Hauptbaumarten sind Wildkirsche, Bergahorn, Stieleiche sowie Hainbuche, ergänzt durch heimische Sträucher für einen artenreichen Waldrand.
Normalerweise pflanzen wir standardmäßig 4 000 Bäume pro Hektar. Da die Bruttofläche hier 1,31 Hektar beträgt, läge die rechnerische Anzahl höher. Die Anzahl der gepflanzten Bäume ergibt sich jedoch aus der verfügbaren Nettofläche:
- Naturschutz-Vorgaben: Gemäß der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) durfte ein breiter Uferstreifen an der Hüttener Au nicht aufgeforstet werden.
- Erhalt von Bestand: Flächenteile, die bereits mit Gehölz bewachsen waren, wurden bewusst stehen gelassen und in das Konzept integriert.
- Gesetzliche Abstände: Zur angrenzenden Straße mussten die vorgeschriebenen Mindestabstände eingehalten werden.
Trotz der größeren Bruttofläche bleibt die Pflanzdichte auf den genutzten Teilen gewohnt hoch. Dies hat keinen Einfluss auf die CO2-Bindung: Wir rechnen für diese Fläche weiterhin mit einer Bindung von ca. 10 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr.
Pflanzung und Pflege
Für die Aufforstung wird die Fläche zunächst vorbereitet, unter anderem durch Mulcharbeiten und die Anpassung vorhandener Drainagen. Anschließend wurden die Bäume gepflanzt. Ein Wildschutzzaun schützt die jungen Bäume vor Verbiss. In den ersten Jahren wird die Fläche regelmäßig gepflegt, zum Beispiel durch Mähen, Freischneiden und Zaunkontrollen. Der neue Wald wird in den kommenden Jahren nach den nachhaltigen Bewirtschaftungsstandards der FSC- und PEFC-zertifizierten Schleswig-Holsteinischen Landesforsten gepflegt.
Unsere Ziele für diese Fläche
- Stärkung von Klima-, Boden- und Wasserhaushalt
- Förderung der Biodiversität
- Ökologische und landschaftliche Aufwertung der Region
- Messbarer Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Bindung von bis zu 10 t CO2-Äquivalenten pro Hektar und Jahr