3 essentielle Tipps zur CO2-Kompensation durch Bäume pflanzen, die du beachten solltest

CO2-Kompensation durch Bäume pflanzen ist ein effektives Tool für den Klimaschutz. Hier sind 3 wichtige Tipps.

Tipp #1: Achte darauf, wo du CO2 kompensierst durch Bäume pflanzen

Viele Unternehmen betreiben CO2 Kompensation, indem sie Bäume pflanzen lassen im globalen Süden, in Äquator-Nähe. Diese Praxis ist umstritten. Denn in Ländern wie Ecuador, Kenia oder Indonesien gibt es häufig einen nur mangelhaften Klimaschutz. Regierungen können Klimaschutzmaßnahmen einfach einstampfen, wenn ihnen der Sinn danach steht. In Brasilien brennt deshalb regelmäßig der Regenwald. Besser ist es, in Ländern aufzuforsten, in denen es sichere Klimaschutzgesetze gibt. Deutsche Wälder sind geschützt durch das Bundeswaldgesetz. Das heißt, Waldbrände werden schnell gelöscht und illegale Abholzung wird verhindert. Außerdem muss exakt die gleiche Menge an Wald wieder hergestellt werden, sollte er abgeholzt sein. Wir pflanzen Bäume in Deutschland mit unseren Partner:innen der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald”. So garantieren wir, dass unsere Bäume auch noch ihn mehrere Jahrzehnten stehen. Das ist wichtig: Bäume nehmen erst nach Jahrzehnten ausreichend CO2 auf, da sieh sehr langsam wachsen.

Ein junger Baum wird eingepflanzt.
Foto: Getty Images. Ein junger Baum wird aufgeforstet.

Tipp #2: Schau dir an, wie der Wald angelegt wird, mit dem du CO2 kompensierst

Lange Zeit wachsen in Deutschland nur Monokulturen. Heute wissen wir: Mischwälder sind widerstandsfähiger. Baumarten in Mischwäldern ergänzen sich gegenseitig. Bäume sind in Mischwäldern besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt – Trockenheit, Schädlinge oder sogar Stürme können sie so viel besser wegstecken. Forscher:innen sind sich einig, die Produktivität von Mischwäldern liegt daher deutlich über der forstlicher Monokulturen.

Die richtige Auswahl der Jungpflanzen in Bezug auf Herkunft, Standortanpassung und Wert für die ökologische Vielfalt und Biodiversität ist bei Mischwäldern besonders wichtig. Damit die Wälder dem auch in Deutschland bereits stattfindenden Klimawandel besser standhalten. Wenn wir Flächen auswählen, um Bäume zu pflanzen, achten wir auf FSC, Naturland oder PEFC Zertifizierung und dass die Flächen öffentlich zugänglich sind. Darüber hinaus lassen wir jede Pflanzung durch Experten:innen begleiten.

Ein Mischwald mit verschiedenen Bäumen.
Foto: Getty Images. Ein gesunder Mischwald.

Tipp #3: Lerne mehr darüber, wie Bäume CO2 kompensieren

Wie viel CO2 ein Baum pro Jahr absorbiert, kann nicht genau gesagt werden. Denn: Baum ist nicht gleich Baum. Die Menge an CO2, die ein Baum ausgleicht, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist die Baumart, die Größe und die Dicke des Baumes. Während junge Bäume nicht so viel CO2 absorbieren, lagern ältere, kräftige und hohe Bäume schon sehr viel mehr Kohlenstoff ein. Wichtig ist, dass die Bäume geschützt wachsen können, um ihr Potential zu entfalten. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Laubbäume mehr CO2 speichern als Nadelbäume. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hat hierzu eine Analyse veröffentlicht. Unter den in Europa beheimateten Bäumen ist die Buche eine der Topkandidaten in Sachen CO2 Kompensation. Eine Buche absorbiert im Schnitt 12,5 Kilogramm CO2 pro Jahr.

Überraschend wenig, wenn wir diese Menge unserem CO2 Ausstoß gegenüberstellen. Das Kohlekraftwerk Neurath schädigt das Klima jährlich mit 18,67 Mio. Jahrestonnen CO2. Uns ist damit Deutschlands Klimakiller Nummer 1. Etwa 1,5 Millionen Buchen müssen wir pflanzen, um diese Menge an CO2 auszugleichen.

Good to know: Erstaunlicherweise absorbieren Bäume streng genommen gar kein CO2. Sie lagern Kohlenstoff C ein und geben das O2 wieder frei.

Verschiedene Bäume im Wald.
Foto: Getty Images. Unterschiedliche Bäume im Mischwald.