Wann ist eine CO2 Kompensation sinnvoll für dich und was ist mit Greenwashing?

Wir alle verursachen CO2. Für Deutschland liegt unser Fußabdruck im Schnitt bei 9 Tonnen pro Person und Jahr. Wir müssen unseren CO2-Ausstoß drosseln. Das ist vielen von uns klar. CO2 Kompensation ist dabei eine gute Lösung. Woher kommt dann zur CO2 Kompensation Kritik? Und wie geht CO2 Kompensation sinnvoll?

Was ist CO2 Kompensation?

Wir alle verursachen durch unseren Lebenswandel CO2. Diesen CO2-Fußabdruck können wir senken, indem wir nachhaltiger leben. CO2-Emissionen, die du im Alltag nicht vermeiden kannst, kannst du ausgleichen. Dazu unterstützt du Klimaschutzprojekte. Diese sparen CO2 ein. Diese eingesparte Menge an CO2 kannst du dir dann anrechnen. So wirst du CO2-neutral. Wichtig ist: Das Klimaschutzprojekt, dass du unterstützt, sollte auch wirklich CO2 einsparen. Sonst ist das Greenwashing.

Wann ist eine CO2 Kompensation sinnvoll?

Derzeit ist es äußert schwierig, CO2 neutral zu leben. Strom, Kleidung, öffentliche Verkehrsmitteln – wenn du diese Produkte nutzt, produzierst du CO2. Das wird auch so bleiben, bis wir in Zukunft CO2-neutral wirtschaften. Möchtest du diese CO2-Emissionen schon jetzt senken, ist eine CO2 Kompensation sinnvoll. Die CO2-Emissionen, die du noch nicht vermeiden kannst im Alltag, kannst du kompensieren z.B. mit ForTomorrow.

Kohlekraftwerk stösst CO<sub>2</sub> aus
Foto: canva. Strom wird immer noch produziert von Kohlekraftwerken

Warum gibt es zur CO2 Kompensation Kritik?

Zur CO2 Kompensation gibt es Kritik. Oft kann eine Kompensationsmaßnahme nicht so viel CO2 einsparen wie versprochen. In anderen Fällen verwenden Kompensations-Dienstleister deine Spendengelder für andere Zwecke. Lass uns kurz untersuchen, was diese zwei Dimensionen bedeuten.

Wie viel CO2 wird wirklich eingespart durch das Projekt?
Wichtig ist, dass genau angegeben ist, wie viel CO2 für dein Geld eingespart wird. Gute CO2 Kompensation kann etwas mehr kosten. Dafür bekommst du dann Sicherheit. Wenn du Bäume pflanzt, finde heraus, wo sie gepflanzt werden. Werden die Wälder wirklich gepflanzt? Sind die Wälder langfristig geschützt? Wo werden die Wälder gepflanzt – kannst du es selbst kontrollieren? Ein zweites Problem ist die ‘Doppelzählung’. Vereinfacht gesagt: Viele Länder haben eigene Klimaziele. Sie rechnen sich an, wenn CO2 auf ihrem Gebiet kompensiert wird durch Wälder und andere Kompensations-Leistungen. Wenn du jetzt in einem anderen Land kompensierst, dann kann diese Menge zwei Mal angerechnet werden. Einmal für deine persönliche CO2-Bilanz, einmal für die CO2-Bilanz des betreffenden Landes. Die Klimakrise tobt dann weiter. Wir denken jedoch, wir hätten sie gelöst. Hier empfehlen wir: Kompensiere dort, wo die CO2-Emissionen entstehen. Mit ForTomorrow fokussieren wir uns auf Deutschland und Europa.

Wie werden deine Gelder wirklich eingesetzt? Bei Kompensation empfehlen wir: Achte darauf, ob dein favorisiertes Unternehmen gemeinnützig ist. Dann ist per Gesetz gesichert, dass mindestens zwei Drittel der Spendengelder in die gemeinnützigen Ziele fließen. Bei ForTomorrow haben wir uns selbst noch eine höhere Grenze von 85 % gesetzt. Wir nutzen maximal 15 % der Spendengelder für ForTomorrow Ausgaben z.B. Büro, Gehälter oder Software. Mindestens 85 % verwenden wir, um europäische Emissionsrechte zu kaufen und stillzulegen. Und, um Wäldern in Deutschland erstaufzuforsten.

ForTomorrow Gründerin Ruth forstet eine  Fläche mit auf nahe Leipzig
Foto: ForTomorrow. Hier pflanzt die ForTomorrow Gründerin Ruth Bäume nahe Leipzig

Ist CO2 Kompensation Greenwashing oder nicht?

Kurz gesagt: Eine CO2 Kompensations-Maßnahme ist sinnvoll, wenn sie wirkt. Achte dabei auch auf eine ‘Zusätzlichkeit’. Das heißt: Ohne den Mechanismus der CO2 Kompensation würde es das Klimaschutzprojekt nicht geben. Es muss sich um eine zusätzliche Klimaschutzmaßnahme handeln. Ein bestehender Wald erfüllt dieses Kriterium nicht. Seine CO2-Senkleistung ist wahrscheinlich bereits eingerechnet in die CO2-Bilanz des Landes. Deshalb forsten wir immer neu auf in Deutschland. Außerdem kaufen wir Emissionsrechte auf und legen sie still. So verhindern wir, dass CO2 ausgestoßen wird in der EU.

Achte auch darauf, ob dein Kompensations-Dienstleister gemeinnützig ist, dann ist gesetzlich verbrieft, dass mindestens zwei Drittel der Spendengelder in die gemeinnützigen Ziele fließen. Wir sind mit ForTomorrow gemeinnützig, pflanzen Wälder vor Ort in Deutschland und kaufen Kohlekraftwerken CO2-Rechte weg. In unserem Impact Report teilen wir dir monatlich genau mit, wie wir deine Spendengelder einsetzen.

Mehr Informationen wie du mit uns bei ForTomorrow das Klima schützen kannst, erfährst du auf unserer Homepage und hier auf unserem Blog.